Heute war der erste Tag vom Musiklager, und er begann sehr früh. Schon vor acht Uhr sind wir mit dem Car in Uzwil losgefahren. Viele waren noch müde, aber als die Sonne sich aus dem Nebel empor schwang und der Himmel sich blau zeigte, kam gute Stimmung auf. Die Fahrt war lang, doch die Aussicht auf das Meer aus Nebel und die weiss verzuckerten Berggipfel machte alles besser.
Angekommen mussten wir zuerst alles ins Lagerhaus tragen. Koffer, Instrumente und viel Gepäck, das war anstrengend. Danach durften wir endlich in unsere Zimmer beziehen und alles einrichten. Kurz darauf ging es weiter: Wir mussten den Proberaum einrichten und alle Notenständer und Technik, sowie Instrumente aufstellen. Das E-Schlagzeug aufzubauen war besonders kompliziert, aber am Ende hat es funktioniert.
Zum Mittag gab es feines Essen (Bratwurst mit Zwiebelsauce und Safran Risotto). Danach machten wir einen OL (Orientierungs Lauf) rund um den Heidsee und Valbella, wieder mit den gleichen Fragen wie vor zwei Jahren. Diesmal mussten wir aber aufpassen bei unserem Film Auftrag. Hoch- und Querformat sorgen immer noch für Verwirrung.
Am Nachmittag starteten die Registerproben. Nicht alle spielten in denselben Gruppen, sondern es wurde gemischt, damit die Musik besser zusammenpasst. In meiner Gruppe waren Bass, Gitarre, Schlagzeug, Shaker und Klatsch-Performance dabei. Wir mussten gut zuhören und aufeinander achten.
Zum Abendessen gab es Älplermagronen, passend zu unserer Lagerwoche in den Alpen. Es war superfein. Nach dem Essen mussten wir unsere Handys abgeben, bevor die Gesamtprobe begann. Das war zuerst komisch, weil wir uns nicht mehr schreiben konnten. Also mussten wir richtig miteinander reden. Die Gesamtprobe war anstrengend, und nach so viel Musik taten mir schon die Finger weh. Trotzdem haben wir gut durchgehalten.
Danach war es Zeit, ins Bett zu gehen. Alle waren müde, aber auch zufrieden. Der erste Tag war lang, aber ein guter Start ins Musiklager.
Geschrieben von Melodie Trommelklang und Toni Taktverlust – mit grosszügiger, geduldiger und leicht übermotivierter Unterstützung einer Künstlichen Intelligenz, die zwischendurch sogar im Takt blieb.